Drehfalttüren

Die WRge  Wagen wurden mit Drehfalttüren ausgerüstet. Diese haben den Vorteil gegenüber Drehtüren, dass sie im geöffneten Zustand die Fahrzeugbegrenzung nur geringfügig überschreiten.

Drehtür an einem Umbauwagen B4yg

Drehfalttür an einem WRge Die Drehfalttüren bestehen aus zwei Türflügeln,  die über ein Gelenk und eine Gummifalte miteinander verbunden sind. Das Öffnen der Türen wird über Türinnen-bzw. Türaußendrücker mechanisch vorgenommen. Dabei wird der schmalere Türflügel nach innen und der größere Türflügel nach außen geklappt.

Die Türen werden während der Fahrt mit einer Türblockiereinrichtung gesichert. Die Verriegelung erfolgt über einen Elektromagneten der ab einer Fahrgeschwindigkeit von 5 km/h auslöst und damit die Tür blockiert.

Drehfalttür vom Übergang aus gesehen.

Zugeinrichtung

Die geteilte Zugeinrichtung ist hinter dem Kopfstück eingebaut. Der Zughaken wird in einem Federtopf durch einen Bolzen gesichert.

Die Zugkraft wird direkt auf das Untergestell übertragen. Als Federelement dient eine Gummischichtfeder.

Zeichnung Zugeinrichtung

 

Aufgearbeitete Zughaken

Kopfstück      

Einige Details

Der kurze Halberstädter war ein sogenannter Reko Wagen auf Basis vorhandener vierachsiger Wagen aus der Vorkriegszeit. Dafür wurden die Untergestelle  auf die Länge von 18,7 m gebracht. Die Länge entsprach der Schiebebühne des RAW Halberstadt! Von den insgesamt gebauten 50 Wagen hatten zwanzig, der ab 1973 gebauten Wagen auf der dem Seitengang abgewandten Seite nur vier Fenster, die ab 1975 gelieferten Wagen sechs Fenster, ansonsten waren sie baugleich.

Der Speisewagen bietet Platz für 24 Gäste auf roten , mit Kunstleder überzogenen Sitzen in der für Speisewagen unüblichen 2+2 Anordnung. Neben dem Speiseraum liegt der Buffettrakt mit der durch Rollläden abschließbaren Theke und darunter liegender Kühlung.

Anschließend Vorratsbunker und Küche mit 2 vierflammigen Gasherden und Backrohr. Alle Wagen erhielten den Mitropa Anstrich purpurrot RAL 3004. Die Mitropa-Lettern in gelb prangten zweimal an den Seitenflanken.  Die Anschriften "Speisewagen" waren in deutsch, französisch, italienisch und russisch unter der Dachkante angebracht. Die Wagen waren international zugelassen,

Foto: Wilhelm Tausche

kamen jedoch fast nur im Binnenverkehr der DDR zum Einsatz, allerdings auch vereinzelt in Interzonenzügen in die BRD.